Monatsprogramm Februar 2020

Am 2. Februar, vierzig Tage nach der Geburt Jesu, feiert die Kirche das Fest der Darstellung des Herrn im Tempel, oder wie es im Volksmund heisst: «Mariä Lichtmess». Die Krippen und Weihnachtsbäume sind schon längst abgeräumt. Aber es bleibt das Kind, der Mensch gewordene Gottessohn, der geboren ist, um immer bei uns zu bleiben. Immanuel: Gott-mit-uns. Er ist «das Licht zur Erleuchtung der Heiden».

Dieser Jesus soll auch mir Licht, Leben, Hoffnung und Zukunft sein. Am Fest «Mariä Lichtmess» 1945 wurde Pater Alfred Delp von NS-Schergen hingerichtet. Er hat einmal gesagt: «Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Licht in unser Leben und in unsere Welt käme, dann hat unser Leben einen Sinn gehabt». Berührende Worte und ich frage mich ernsthaft, ob solche Worte nicht wie ein Programm für uns sein sollten, in Anbetracht all unserer Reformbemühungen innerhalb der Kirche.

In seiner Predigt zum Fest «der Erscheinung des Herrn», mahnte Papst Franziskus: «Wenn wir den Sinn der Anbetung verlieren, verlieren wir die Richtung des christlichen Lebens, das ein Weg auf den Herrn hin ist, nicht zu uns selbst. (…) Ohne die Anbetung kann man Gott nicht erkennen. Theologie und pastorale Effizienz nützen wenig oder nichts, wenn man nicht die Knie beugt; wenn man es nicht wie die Sterndeuter macht. Durch die Anbetung wird uns bewusst, dass der Glaube sich nicht bloss auf eine Fülle an schönen Glaubenslehren beschränkt, sondern die Beziehung zu einer lebendigen Person, die geliebt werden will, ist.» Am Ende seiner Predigt stellte er die Frage: «Bin ich ein Christ, der anbetet?».

Verbunden mit dem Segen Gottes, grüsse ich Sie herzlich,

Daniel M. Bühlmann, Pfr.-Adm., geistlicher Begleiter

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