16. Juni – Sel. Maria Theresia Scherer (1825-1888)

10 Uhr/22 Uhr – 15. Juni – Von der Not der Zeit getrieben. Buchpräsentation von Theodosius Florentini

11 Uhr – 15. Juni – Impuls von Bischof Dr. Vitus Huonder über die sel. Maria Theresia Scherer

10 Uhr – 16. Juni – Verbunden mit Gott und offen für die Menschen. Sr. Christiane Jungo

Anna Maria Katharina Scherer – so Maria Theresias bürgerlicher Name – wird 1825 in Meggen am Vierwaldstättersee im Kanton Luzern als Kind einfacher Bauersleute geboren. Sie fühlt sich zum Ordensleben hingezogen und gründet zusammen mit dem Kapuzinerpater Theodosius Florentini die Kongregation der “Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz” (Kreuzschwestern).

Schwester Maria Theresia ist Lehrerin an verschiedenen Orten, Armenmutter in einem Armen- und Waisenhaus, leitet ein Spital in Chur und wird mit 31 Jahren zur Generaloberin des Mutterhauses in Ingenbohl (Schweiz) gewählt. Sie will ganz im Dienst der Armen und Kranken stehen und sieht im Eingehen auf die Bedürfnisse der Zeit den Willen Gottes.

Mutter Maria Theresia darf trotz vieler Schwierigkeiten und Probleme, etwa eine große Schuldenlast, das Wachsen der jungen Gemeinschaft erleben und den Orden zu großer Blüte führen. Sie stirbt am 16. Juni 1888 in Ingenbohl. Bei ihrem Tod wirken bereits 1658 Schwestern in 434 Ordensniederlassungen. Am 29. Oktober 1995 wird sie von Johannes Paul II. seliggesprochen.
Maria Theresia Scherer war eine starke Frau mit einem bewegten Leben. In großem Gottvertrauen ging sie unbeirrbar ihren Weg, nahm die ihr gestellte Aufgabe an und wuchs gerade in der Erfüllung dieser Aufgabe über sich selbst hinaus. Sie besaß ein gesundes Naturell und einen klaren Verstand.

Maria Theresia Scherer war eine Frau der Tat. Sie machte keine großen Worte, sie handelte. Sie überzeugte mit ihrem Beispiel. Im hilfsbedürftigen Menschen wollte sie Christus dienen, der uns am Ende unseres Lebens nach der Liebe fragt (Mt 25,31-40). Sie war überzeugt: Nicht der, der hat, ist reich, sondern der, der viel gibt.

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