Rundschreiben
 
 
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Liebe Mitchristen

Am 1. August feiert die Schweiz ihren Nationalfeiertag. Tausende von Fahnen mit dem Schweizerkreuz schmücken an diesem Tag unsere Dörfer und Städte. Das Schweizerkreuz verbindet uns mit dem Kreuz von Christus. Dort am Kreuz hat er uns gezeigt, was wahre Liebe bedeutet: Hingabe des Lebens. Wenn wir in der Schweiz als ein geeintes Volk bestehen bleiben wollen, dann müssen wir vom gekreuzigten Christus die Liebe lernen: Auch ich darf mich in der Liebe hingeben an Gott und an die Mitmenschen. Mein Denken und Arbeiten kann ein Beitrag sein zum Wohle aller. Ich soll mitverantwortlich sein für meine Mitmenschen.  

Wie gerne schieben wir diese Verantwortung ab. Wie oft sagen wir, dass es nicht mein Problem ist, was mit anderen passiert.  Das Kreuz im Schweizerwappen erinnert uns daran, dass wir die Nächstenliebe nicht ohne die Gottesliebe leben können. Um so mehr wir Gott aus unserem Leben, aus unseren Schulen, Familien und Häusern hinauswerfen, um so mehr distanzieren wir uns von den Menschen, die Gott uns an die Seite gestellt hat. Schöne Schweizerfahnen machen noch kein gutes Volk. Es braucht meine persönliche Entscheidung, Gott in meinem Leben einen Platz zu geben, denn nur so bekommt auch der Mitmensch einen Platz in meinem Leben. Wollen wir an diesem 1. August Gott danken für unser Vaterland und ihn bitten, dass er das Schweizervolk im Frieden und in der Einheit bewahren möge. Heiliger Bruder Klaus, bitte für uns.

Friedrich Schillers Rütlischwur im Drama Wilhelm Tell :

Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr. Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen. (2. Aufzug, am Schluss der 2. Szene)

Ihnen allen Gottes reichen Segen


Vikar Martin Rohrer
Programmleiter
 
Peter Galliker
Vereinspräsident